BjoernName: Claus Schwarzwälder
Beruf: Dipl. Ing. Elektrotechnik (FH)
Geb.: 11/12/67

' Geboren wurde ich als zweiter Sohn eines Handwerkers in einem kleinen Dorf im Jahre 1025. Auf der Suche nach meiner Bestimmung blieb mir wenig Zeit in der heimatlichen Werkstatt mitzuarbeiten. Kurzer Hand warf mich der Vater vom Hof und erklärte mir ich solle erst wiederkehren wenn ich wüsste was ich wolle und es zu etwas gebracht habe. Kurzerhand machte ich mich auf in die Welt, jedoch nicht ohne meiner Mutter zu versprechen wieder zu kommen. Auf der Wanderschaft erkannte ich, das es mir Spass machte den Frauen den Hof zu machen, ohne ehrbare Absichten zwar, aber mit einem erklärten Ziel: So viel von ihnen zu erhalten wie es mir möglich war und mich dann irgendwann heimlich davonzustehlen, immer auf der Suche nach der richtigen Frau fürs Leben und sesshaft zu werden. Immer wieder gelang es mir dem Zorn der Väter und dem Bund fürs Leben zu entgehen. Nach Jahren der Wanderschaft verschlug es mich in die grosse Stadt nach Haithabu. Dort probierte ich dieses und jenes aus, jedoch ohne meine Berufung zu finden. Eine dieser Anstellungen führte mich letztlich mit einem Händlersohn zusammen. Wir teilten die Begeisterung für Met und Frauen. Als dieser seine jetzige Frau kennen lernte und dem Leben bis dahin abschwor blieb trotzdem das Band der Freundschaft erhalten und wir kehrten immer wieder zusammen. Als dann die grosse Katastrophe ihn und seine mittlerweile Geehelichte zwang der Stadt den Rücken zu kehren hielt es mich auch nicht mehr lange in der Stadt. Eigentlich waren es ja einige aufgebrachte Bürger die der Meinung waren ich würde besser von dannen Ziehen weil ich die Unschuld ihrer Töchter geraubt hätte. Aber ein Dieb war ich nicht. Ich habe nur genommen was sie mir angeboten hatten. Aber als ein einsichtiger Mensch gab ich nach und verließ die Stadt mit meinen paar Habseligkeiten. Ich erinnerte mich an meinen alten Kumpanen und machte mich auf die Suche nach ihm. Gezwungen durch die Widrigkeiten der Wanderschaft erlernte ich die grundlegenden Fertigkeiten des Kampfes, wenn auch das süsse Leben in der Stadt seine Spuren hinterlassen hatte. Naja, ich kann meine Gegner immer noch mit dem Bauch wegschubsen. Irgendwann— fand ich auch meinen Freund und seine Frau bei einer kleinen Schar von Söldnern die sich selbst die Schlechte Saat nannten. Da diese auch immer ein rastloses Leben führen und auch die eine oder andere hübsche Frau unter ihnen war beschloss ich, da ich ja auch irgendwie eine Schlechte Saat war, wenn mein alter Vater mich auch immer als schwarzes Schaf bezeichnete, mich diesen anzuschliessen und dort mein Glück zu machen. Vielleicht findet sich ja hier meine Bestimmung und die Frau fürs Leben. Zumindest kann ich bei diesen Söldnern meinen Umgang mit den Waffen verbessern und meinen Körper wieder in Form bringen und so mein altes Leben hinter mir lassen. Und so mache ich mich mit diesen, nur nach aussen, rauen Gesellen auf Reichtümer zu erwerben und ein Weib zu finden welche auch unter den strengen aber liebevollen Augen meiner Mutter Zustimmung findet. Irgendwann werde ich dann auch mein Versprechen einlösen und nach Hause zurückkehren mit einem Weib, Kindern und mit genügend Geld um daheim einen ruhigen und sorgenfreien Lebensabend zu verbringen. Bis dahin werden zwar noch einige Sommer kommen und ebenso viele Winter gehen, aber wenn die Götter mir gewogen sind wird mir dieses Unterfangen gelingen. Ein Jahr ging fast dahin. Reichtümer habe ich noch nicht gefunden und ebensowenig eine Frau fürs Leben. Hier und da sah es fast so aus, als hätte ich da einen getroffen, aber der Sommer ging und das Bild ebenso. Mein Umgang mit dem Schwert lässt immer noch sehr zu wünschen übrig, bessert sich aber. Jeder mit dem ich zur Übung die Klingen kreuzte sagte mir ich solle vielleicht mal ernst schauen im Kampfe. Wie soll ich das nur machen. Das Leben unter den Freien ist viel zu schön um nicht ständig zu lachen. Jetzt kommt erst mal wieder der Winter und es hat noch so viel zu tun. Wir müssen unser Haus fertigstellen, Holz zum heizen aus dem Wald holen und vieles mehr. Ich vermisse mein Zuhaus. Die wohlige Wärme und der Duft des Essens wenn meine Mutter abends gekocht hat. Die Tiere des Waldes sagen mir es käme ein harter Winter also werden wir auch viele Vorräte und noch mehr Holz brauchen. Die Apfelbäume müssen gepflückt werden und auch die Beeren von Hollerbusch und Weißdorn. So weiß ich zumindest was ich tun kann wenn wir nicht am Haus arbeiten. So wird auch diese dunkle Jahreszeit vorrüber gehen mit all den kleinen Dingen die das Leben so schön macht. Und die dunkle Jahreszeit ging vorrüber. Mittlerweile stehe ich bei unserem Jarl als Leibwächter in Diensten. Die Entlohnung ist, wie sollte man das bei einem großzügigen und großherzigen Jarl anders erwarten, angemessen. Na ja, man könnte schon eine Familie damit ernähren, aber da ich noch keine habe muß ich alles selbst "verfressen und versaufen". Jedenfalls wird behauptet ich würde das tun. Ich sehe das etwas anders aber man soll ja keine Widerworte gegen seinen Jarl hegen. Das Winterlager, wenn man es denn noch so nennen darf, entwickelt sich immer mehr zu einer Heimstatt. Unserem Steuermann werfen wir zwar immer noch vor wo er uns denn hingeführt hat, aber langsam ist es nicht mehr so Ernst gemeint. Wir haben sogar angefangen unsere kleine Siedlung zu befestigen. Dort wo keine Dornenhecken sind bauen wir einen Palisadenwall auf. Nichtsdestotrotz sind wir im Grunde unseres Herzens nette Leute, und wer bei uns zu Gast war wird das bestätigen können. Noch ist bei uns niemand hungrig oder durstig aus dem Lager gegangen, geschweige denn er wurde bei uns ausgeraubt. Und Gäste haben wir gerne und viel. '